Herzlich Willkommen auf der neuen MRSA-Info-Seite
Leider musste ich die alte MRSA-Info-Seite aus dem Netz nehmen, da die verwendete Software veraltet und damit unsicher war. Ihr findet hier nun neue Informationen - die alten werden aber überprüft, aufbereitet und nach und nach wieder online gestellt - soweit sie noch relevant sind.
Sie sind die unsichtbare Gefahr in Krankenhäusern: Bakterien, gegen die kaum ein herkömmliches Medikament mehr helfen kann. Keime in Kliniken sind laut Wissenschaftlern für mehr Tote verantwortlich als Verkehrsunfälle, Verletzungen und Vergiftungen zusammen. Experten schätzen, dass es pro Jahr in Deutschland bis zu einer Million Infektionen wegen mangelnder Klinikhygiene gibt. In 15 000 bis 30 000 Fällen enden sie tödlich. Genaue Zahlen gibt es nicht, da Todesfälle in Krankenhäusern durch Keime immer noch nicht erfasst werden.
Düsseldorf - Im Kampf gegen Infektionen rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Samstag zum Welthändehygienetag auf. Allerdings warnt Hygiene-Experte Prof. Dr. Martin Exner, dass Hände waschen allein als Waffe im Kampf gegen nosokomiale, also im Krankenhaus übertragene Infektionen mittlerweile längst zu stumpf ist: „Nosokomiale Infektionen sind in Europa aufgrund der zunehmenden Antibiotika-Resistenzen eine der größten medizinischen Herausforderungen der Zukunft“, erklärt der Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene.
BMBF fördert Aufbau einer klinischen Forschergruppe in Jena / Schavan: "Klinisch-infektiologische Forschung muss an Krankenhäusern verankert werden, damit Infektionskrankheiten auch in Zukunft heilbar bleiben."
Immer wieder erkranken Patienten ernsthaft an im Krankenhaus erworbenen Infektionen. Um diese Gefährdung zu reduzieren, werden mit der am 31. März 2012 in Kraft tretenden Hygieneverordnung in Sachsen-Anhalt wirksame und nachhaltige Maßnahmen verbindlich.
Mit neuen praxistauglichen Konzepten zur Vermeidung von Infektionen im Krankenhaus können sich Institutionen, Initiativen, Verbände und Fachleute aus Nordrhein-Westfalen ab heute (27. März 2012) am Wettbewerb um den diesjährigen "Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen" beteiligen. "Hygiene ist eine elementare Voraussetzung für jede medizinische Versorgung", erklärt Gesundheitsministerin Barbara Steffens. "Doch manchmal geht auch im Krankenhausalltag die Einhaltung einfachster Hygieneregeln unter. Mit dem Gesundheitspreis 2012 unter dem Motto "Prävention nosokomialer Infektionen" wollen wir einfache und wirksame Ideen beispielhaft auszeichnen, durch die die Vorbeugung vor Infektionen verbessert und die Ausbreitung von multiresistenten Erregern verhindert werden können", so Steffens weiter.
Hamburg - Der Senat hat heute die Hamburgische Verordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen beschlossen. Durch die Verordnung werden Maßnahmen zur Verhütung, Erkennung, Erfassung und Bekämpfung von nosokomialen Infektionen, d.h. Infektionen, die in Zusammenhang mit medizinischen Behandlungen erworben wurden, und Krankheitserregern mit Resistenzen geregelt. Die Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt, die in den nächsten Tagen erfolgen wird, in Kraft.
Berlin, 20. März 2012. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen fordert ein koordiniertes internationales Vorgehen zur Bekämpfung von Formen der Tuberkulose, gegen die herkömmliche Medikamente unwirksam sind. Die Organisation ruft Regierungen, internationale Organisationen und Pharmaunternehmen nachdrücklich auf, mehr Geld zur Behandlung der multiresistenten Tuberkulose (MDR-TB) zur Verfügung zu stellen und wirksame und bezahlbare Medikamente sowie Tests zu entwickeln. Alarmierende Daten aus den Projekten der Organisation zeigen, dass entsprechende Bakterienstämme viel weiter verbreitet sind als bisher angenommen.
BÖNNIGHEIM (ag/dh) Infektionskrankheiten sind weltweit verbreitet und haben erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen. Auch deutsche Versicherer sehen in kommenden Pandemien das größte Risiko für unsere Gesellschaft (Ärzte Zeitung, Januar 2012). Die mit Abstand häufigsten Infektionserkrankungen sind Magen-Darm-Infektionen: Ob die alljährlich wiederkehrende Norovirus-Welle oder die EHECEpidemie im Jahre 2011, fast jeder Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens ein- oder mehrmals an einem Magen-Darm-Infekt.
Mainz - Das Land will die Hygiene in medizinischen Einrichtungen weiter verbessern. Der rheinland-pfälzische Ministerrat beschloss dazu heute eine Hygieneverordnung, die vom Gesundheitsministerium erarbeitet worden ist und in Kürze in Kraft tritt, wie Gesundheitsministerin Malu Dreyer heute in Mainz mitteilte. Angesichts steigender Zahlen von während einer medizinischen Behandlung erworbenen, so genannten nosokomialen Infektionen sei es notwendig, die bestehenden Empfehlungen beispielsweise des Robert Koch-Institutes (RKI) verbindlich zu machen, sagte die Ministerin. Grundlage ist die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes, mit der die Bundesregierung die Länder ermächtigt und verpflichtet, Rechtsverordnungen zur Hygiene zu erlassen. Die Länder hatten beim Bund auf diese einheitliche Rechtsgrundlage gedrängt. In Deutschland erkranken jährlich bis zu 600.000 Patientinnen und Patienten an Krankenhausinfektionen, bis zu 15.000 Erkrankte sterben daran.
Die NRW-Landesregierung hat erneut politische Konsequenzen aus dem massiven Einsatz von Antibiotika in der Tiermast gefordert. „Wir haben ein massives Antibiotika-Problem in Großmastanlagen“, sagte der nordrhein-westfälische Verbraucherschutz- und Agrarminister Johannes Remmel zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin. Dies sei nicht nur das Ergebnis der bundesweit ersten Studie zum Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast, die NRW im November präsentiert hat.
(aid) - Erneut ist mit antibiotikaresistenten Keimen belastetes Hähnchenfleisch gefunden worden. Nach Mitteilung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) waren zehn von zwanzig Hähnchenfleischproben aus Supermärkten und Discountern mit antibiotikaresistenten Keimen belastet. Die Haltungsbedingungen in großen Tierhaltungsanlagen und der systematische Einsatz von Antibiotika in der Geflügelhaltung werden als Hauptursachen genannt. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stuft den massiven Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung als bedenklich ein.
Das Netzwerk Hygiene in Sachsen-Anhalt HYSA bietet ab sofort im Internet unter der Adresse www.hysa.sachsen-anhalt.de gebündelt Informationen zum Thema Hygiene an. Zielgruppenspezifisch können sich Krankenhäuser, Praxen sowie Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige zum Umgang mit Hygiene-Krankheiten auf den aktuellen Stand bringen. Unter anderem bietet die Plattform Merk- und Informationsblätter zum Ausdrucken. Zu Themen wie Krankenhaushygiene, Infektionsschutz oder Umwelthygiene gibt es Daten, Fakten sowie Anleitungen und Tipps.
(aid) - Tiere bleiben genauso wie Menschen nicht immer ihr Leben lang gesund. Je nach Krankheit und Krankheitsverlauf ist der Einsatz von Medikamenten unabdingbar. Doch welches Medikament ist das Richtige? Immer noch zu schnell und zu oft werden Antibiotika eingesetzt und das Risiko einer Resistenzentwicklung in Kauf genommen mit der Folge, dass bestimmte Antibiotika nicht mehr wirken, auch nicht mehr in der Humanmedizin.
Berlin (vfa). „Resistente Keime bedrohen unsere Gesundheit! Doch forschende Pharma-Unternehmen arbeiten intensiv daran, dass die gewonnenen Fortschritte bei der Bekämpfung gefährlicher Bakterien und die Erfolge durch ‚Penicillin und Co‘ nicht verloren gehen, sondern weiterentwickelt werden. Die Unternehmen verstärken die Zusammenarbeit mit Grundlagenforschern und mit Gesundheits-
Die EU-Kommission hat heute in Brüssel einen Aktionsplan gegen die weltweit wachsende Bedrohung durch Antibiotika-Resistenzen vorgestellt. Dazu erklärte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner in Berlin: "Ich begrüße diese lange erwartete Initiative ausdrücklich, zeigt sie doch, dass wir dem globalen Problem der zunehmenden Antibiotika-Resistenzen eine umfassende, gemeinsame europäische Antwort entgegensetzen wollen. Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, um europaweit eine weitere Beschränkung der Anwendung von Antibiotika im Tierbereich durchzusetzen.
Eine neue Studie der Universität Utrecht weist nach, dass gegen Antibiotika resistente Bakterienstämme, so genannte MRSA-Krankenhauskeime, in der Umgebung von Großmastanlagen in der Außenluft auftreten. Darüber berichtet die neue ZDF-Dokumentationsreihe "planet e." am Sonntag, 16. Oktober 2011, 13.25 Uhr. Das Team von Professor Dick Heederick (Universität Utrecht) hat Luftproben im Umkreis von 1000 Metern der Großmastanlagen genommen. Im Feinstaub, der aus der Abluft der Ställe stammt, fanden die Wissenschaftler die gefährlichen Keime.
Thomas L. ist ein sportlicher junger Mann, als er mit 25 Jahren für einen winzigen Routineeingriff ins Krankenhaus geht. Doch bei der Operation entzündet sich die Wunde - hervorgerufen durch Keime. Da sie sich als resistent gegenüber Antibiotika erweisen, sind die Mediziner machtlos: Ein Bein von Thomas L. wird amputiert. Aus einem kerngesunden jungen Mann ist im Krankenhaus ein Krüppel geworden. In der "ZDFzoom"-Dokumentation "Keim außer Kontrolle - Wenn das Krankenhaus krank macht" am Mittwoch, 24.
Berlin - In Deutschland erkranken jährlich ca. 400.000 bis 600.000 Patientinnen und Patienten an Krankenhausinfektionen, schätzungsweise 7.500 bis 15.000 sterben daran. Die Behandlung der Infektionen wird durch die steigende Zahl antimikrobiell resistenter Erreger zunehmend erschwert. Durch geeignete Präventionsmaßnahmen wäre ein bedeutender Teil der Infektionen und Todesfälle vermeidbar.
Falls Bakterien immer mehr Resistenzen entwickeln, und der der Trend geht eindeutig in diese Richtung, dann wird sich dies zu einem Problem auswachsen, dass in einem Atemzug mit Krebs und HIV genannt wird. Dass das nicht sein muss, zeigt die unterschiedliche Ausbreitung von antibiotikaresistenten Bakterien in den verschiedenen Industrieländern.
Kaum eine Entdeckung oder Entwicklung hat die Medizin so revolutioniert wie die der Antibiotika. Seit Penicillin von Alexander Fleming 1928 entdeckt und dessen medizinische Bedeutung durch Florey, Chain und Heatley erkannt wurde, ist es möglich, die meisten Infektionskrankheiten zu heilen.
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